Baumschlager Rallye & Racing: Freud und Leid im Lavanttal
Im Rallyesport liegen Triumph und Enttäuschung oft nur einen Wimpernschlag auseinander. Das bekam das Team von Baumschlager Rallye & Racing beim dritten Lauf der TEC7 Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft im Rahmen der 48. LASERHERO Lavanttal Rallye powered by Dohr Wolfsberg / SG Toolbox 2026 deutlich zu spüren.
BRR-Teamchef Raimund Baumschlager analysierte den dritten Lauf zur TEC7 ORM 2026:
„Mit dem dritten Gesamtrang im Renault Clio Rally3 hat Maximilian Lichtenegger bei seiner Heimrallye Geschichte geschrieben. Der Sieg in der ORM2-Wertung mit Bernhard Ettel war stark umkämpft. Der Status als Prioritätsfahrer ist eine tolle Belohnung.
Marcel Neulinger dominierte die ORM3 Wertung wieder klar und holte mit Jakob Ruhsam den dritten Saisonsieg. Was mich besonders freute: Beide Teams haben ihre Erfolge souverän und abgeklärt wie alte Hasen eingefahren.
Auf unsere Youngsters warten nun deutlich anspruchsvollere Aufgaben. Internationale Einsätze in der Rallye-Europameisterschaft und somit eine Vielzahl starker Gegner werden ihnen alles abverlangen. Es gibt viel zu lernen – ich wünsche ihnen dafür die nötige Geduld und die richtige Portion Cleverness!
Michael Lengauer hatte im Lavanttal erneut beste Chancen auf den Sieg und bewies trotz seines Mountainbike-Sturzes kurz vor der Rallye ungebrochenen Kampfgeist. Nach einem Reifenschaden am ersten Tag wollte er am Samstag voll angreifen. Doch kaum hatte er in der neuen Auftaktprüfung die Bestzeit gesetzt, kam es auf dem Rundkurs Eitweg zu einem schweren Unfall.
Das wirklich Kuriose daran: Schon bei der Rebenland-Rallye verunfallte Albert von Thurn und Taxis exakt an jener Stelle, an der auch ich 2018 abgeflogen bin. Und im Lavanttal ereignete sich der Unfall von Michael ausgerechnet im Bereich meiner Unfallstelle aus dem Jahr 2017! Zum Glück hatte ich in meiner Karriere relativ wenige Unfälle, somit endet diese Serie hoffentlich nun. Ich wünsche Michael und Jürgen eine rasche Genesung ihrer Blessuren.
In derselben Sonderprüfung rutschten dann auch Philipp Kreisel / Daniel Foissner nach einem harmlosen Dreher von der Strecke. Philipp fuhr zuvor einige richtig gute Abschnitte, leider hatte er gleich sechs Reifenschäden am ersten Tag zu verzeichnen. Philipp und Daniel kommen mit dem Toyota aber immer besser zurecht.
Dem MSC Lavanttal muss man zur Veranstaltung gratulieren. Die neuen Sonderprüfungen waren extrem anspruchsvoll und selektiv und haben die Schwierigkeit nochmal deutlich angehoben. Die unglaublichen Zusehermassen im Lavanttal waren eine tolle Bestätigung dieses Weges.“
In der TEC7 ORM geht die vierte Runde der Meisterschaft am 12./13. Juni 2026 mit der ET König Rallye rund um Judenburg in der Steiermark über die Bühne.
Zuvor stehen jedoch zahlreiche internationale Einsätze im Kalender der Micheldorfer Mannschaft. Bereits nächstes Wochenende steigt der Auftakt der Rallye Europameisterschaft in Spanien. Maximilian Lichtenegger und Bernhard Ettel treten bei der 43. Andalucía Rally - Sierra Morena im Renault Clio Rally3 an.
Text: Harald Illmer
Fotos: Harald Illmer, Daniel Fessl, Peter Hartmann
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