Mit einem erneuten Podiumsplatz festigt das Brose Rallye Team Dominik Dinkel / Christina Kohl DRM-Rang drei

Eins steht fest: Die Deutsche Rallye Meisterschaft (DRM) 2017 hat es absolut in sich, ist nichts für schwache Nerven. Denn das Niveau ist hoch wie nie zuvor, die Abstände an der Spitze minimal. Das erfordert von den Akteuren allerhöchsten Einsatz. Diesen zeigte das Brose Motorsport Team Dominik Dinkel / Christina Kohl bei der ADAC Ral-lye Stemweder Berg am 23. und 24. Juni einmal mehr.

Von den 15 auf Bestzeit zu absolvierenden Wertungsprüfungen (WP) über insgesamt 141,20 Kilometer haben Dominik Dinkel / Christina Kohl mit dem Brose Skoda Fabia R5 drei gewonnen. Ebenfalls dreimal lieferten sie die zweitschnellste Zeit ab, fünfmal waren sie WP-Dritte. Mehrfach lagen dabei die Rückstände auf die Bestzeit lediglich im Zehntelsekundenbereich. Was einerseits zeigt, wie beinhart der Wettbewerb in der DRM aktuell ist, andererseits aber auch klar belegt, dass sich das Brose Rallye Team in der absoluten Spitze dieser Meisterschaft fest etabliert hat.


Rund um die in Ostwestfalen gelegene Stadt Lübbecke kämpften sie auf den 5 Prüfungen der Freitagabendschleife (41,4 Kilometer) zunächst mit einem leicht untersteuerndem Fahrverhalten ihres Brose Fabia R5. Was sie aber nicht davon abhielt, sich im Zuschauer-Rundkurs Motorpark ihre erste Bestzeit des Wochenendes zu sichern. Unter dem Strich ergab dies zusammen mit den restlichen WP-Resultaten Zwischenrang vier, nach etwas mehr als 25 Minuten gewerteter Gesamtfahrzeit hatten sie auf die Leader René Mandel / Dennis Zenz im Ford Fiesta R5 nur 5,3 Sekunden verloren. Im letzten Service des Freitags änderte die erfahrene, für die Betreuung des Brose Fabia R5 zuständige Truppe des Baumschlager Rallye & Racing Teams (BRR) die Fahrwerkseinstellungen, folgte dabei den detaillierten Aussagen und Wünschen von Kfz.-Meister Dominik Dinkel.

Das zeigte Wirkung, das Skoda-Handling ist von da an perfekt. Schnell finden Dominik Dinkel / Christina Kohl einen flüssig-schnellen Rhythmus, setzen auf der zweiten WP des zweiten Rallyetages ihre Bestzeit Nummer zwei. In diesem Stil machen sie weiter. Fliegen im Windschatten der amtierenden Deutschen Rallye Meister Fabian Kreim / Frank Christian (Skoda Fabia R5), die seit dem Samstagmorgen die Rallye Stemweder Berg anführen, zu weiteren Topzeiten. Klettern so rasch von Gesamtplatz vier auf Rang zwei nach oben. Zwei identische Schleifen über jeweils drei WPs haben ihnen dazu gereicht. Nun stehen noch zweimal zwei Prüfungen im Roadbook. Gleich auf der ersten dieses Viererpacks, auf der 11,10Kilometer langen WP Schnathorst 1, sind Dominik und Christina souverän die Schnellsten, legen 2,8 Sekunden zwischen sich und ihre Verfolger. Auf der nächsten WP tauchen sie dann „nur“ als Fünfte der Zeitenliste auf, sind nach 11,47 Kilometern 17,7 Sekunden hinter der Bestmarke zurück. Pilot Dominik Dinkel erläutert: „Ein klitzekleiner Fehler hat zu einem Dreher geführt. Wir sind in einem engen 90-Grad-Linksabzweig mit dem kurveninneren Hinterrad nur ganz leicht auf den Gummistandfuß einer Markierungsbarke geraten. Das hat genügt, um das Auto aus der Balance zu werfen. Wir haben uns halb gedreht und sind quer zur Fahrtrichtung stehen geblieben. Da die Straße schmal war, musste ich mehrmals vor- und zurücksetzen, bevor wir weiterfahren konnten.“ Augenzeugen zufolge hat dieses Manöver gute 15 Sekunden gekostet. Das sind leider genug, um das Brose Rallye Team vom zweiten auf den dritten Platz der Gesamtwertung zurückrutschen zu lassen.


Dennoch stecken sie nicht auf, gehen motiviert in die beiden letzten Prüfungen hinein, sind auf der als Powerstage dienenden WP Schnathorst 2 mit Minimalrückstand Dritte, holen sich dadurch 3 DRM-Extrazähler. Auch in die letzte Stemwede-WP gehen sie im Angriffsmodus. Erst als sie beim „Cutten“ einen im Gras verborgenen Stein touchieren und dabei eine Felge verbiegen, schalten sie auf Safety-Mode zurück. Trotzdem setzen sie noch die dritte Zeit!


Den dritten Gesamtplatz bei der ADAC Rallye Stemweder Berg sieht Dominik Dinkel positiv. Der 24-Jährige aus dem unterfränkischen Rossach zieht sachlich Bilanz: „Wir haben DRM-Rang drei gefestigt, konnten den Vorsprung auf die hinter uns Platzierten vergrößern. Von den Jungs vor uns sind wir nicht zu weit weg. Bei den noch ausstehenden drei DRM-Läufen gibt es immerhin noch 90 Punkte zu holen. Von denen wollen wir uns so viele wie irgend möglich sichern. Unsere noch junge R5-Erfahrung wächst, wir blicken optimistisch nach vorne.“


Das nächste DRM-Kräftemessen gibt es im Rahmen der 56. S-DMV Thüringen Rallye rund um Pößneck. Die Streckencharakteristik dort kennen Dominik Dinkel und seine 30-jährige Copilotin Christina Kohl aus dem nahe Passau gelegenen Tiefenbach gut, haben dort schon eine Menge Starts absolviert. Auf dem Gesamtpodium standen sie dabei bisher nicht. 2017 kann sich das aber ändern. Der dazu nötige Speed ist beim symphatischen Brose Rallye Team auf jeden Fall vorhanden.

 


VIDEO BROSE RALLYE TEAM - ADAC RALLYE STEMWEDER BERG 2017:


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