BRR Crews mit starker Performance in Zypern und Niederösterreich:

Siebenter Lauf zur Rallye-Europameisterschaft in Zypern / Sechster Einsatz bei der Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft in Niederösterreich.

 

Norbert Herczig/Ramon Ferencz im BRR Polo R5 und Albert von Thurn und Taxis/Bernhard Ettel im BRR Fabia R5 evo bestritten den vorletzten Lauf zur Rallye-Europameisterschaft in Zypern. Julian Wagner war zeitgleich mit seinem neuen Copiloten Pirmin Winklhofer beim vorletzten Lauf zur Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft in Niederösterreich im Einsatz.

 

Norbert Herczig und sein Beifahrer Ramon Ferencz mussten den siebenten und vorletzten Lauf zur Rallye-Europameisterschaft mit einer zweiminütigen Zeitstrafe in Angriff nehmen. Die Filmcrew des Duos aus Ungarn war in den Tagen vor der Rallye auf einer der Sonderprüfungen unterwegs, um einige Eindrücke  für einen Imagefilm einzufangen. Da die Filmcrew in der Auslegung der FIA Kommissare zum Einsatzteam von Norbert Herczig gezählt wurde, kam es zur Aussprache einer zweiminütigen Zeitstrafe, basierend auf dem Regulativ, dass in der Rallyewoche das Befahren der Strecke durch Crewmitgliedern untersagt ist.



Mit zwei Minuten Zeitrückstand und einer gehörigen Portion Wut im Bauch nahmen Norbert Herczig und Ramon Ferencz die Rallye in Angriff und überzeugten mit tollen SP-Zeiten, aber naturgemäß mit keinen Topplatzierungen, bedingt durch den zweiminütigen „Strafrucksack“. Auf SP8 kam es bei einem Ausritt zur Beschädigung des Frontdifferenzials, wodurch SP8 und SP9 nur mehr mit Hinterradantrieb beendet werden konnten. Erst nach dem Service vor SP10 war der BRR Polo GTI R5 wieder mit Allradantrieb unterwegs. Mit erneut guten Zeiten auf den letzten drei Sonderprüfungen gelang es Norbert Herczig und Ramon Ferencz nach 200 SP-Kilometern den neunten Platz ins Ziel zu bringen und Frieden mit dem Auftritt in Zypern zu schließen.

 


Mit einer Schrecksekunde begann das Abenteuer Zypern für Albert von Thurn und Taxis und seinen Beifahrer Bernhard Ettel. Beim Shakedown kam es bei einem unglücklichen Ausflug ins Gelände zu einem Überschlag mit dem BRR Fabia R5 evo, der dabei nicht unwesentlich beschädigt wurde. Die BRR Technikcrew schaffte es allerdings, das Auto bis zum Zeremonienstart am Abend wieder komplett fit zu machen. So stand dem Start bei der Rallye nichts im Wege und Albert von Thurn und Taxis und seinem Beifahrer Bernhard Ettel performten auf allen 12 Sonderprüfungen wie wenn nichts gewesen wäre. Das deutsch-österreichische Duo fuhr eine fehlerfreie Rallye in Zypern und belohnte sich selbst mit einem ausgezeichneten sechsten Platz.

 


Zeitgleich ging im Raum Melk bei regnerischem Wetter der vorletzte Lauf zur Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft über die Bühne. Julian Wagner und sein neuer Copilot Pirmin Winklhofer führten die Rallye bis zur vierten Sonderprüfung an und sorgten damit für extreme Spannung im Kampf um die Führung in der Meisterschaft. Auf SP5 kamen dann fast alle Toppiloten an derselben Stelle von der Strecke ab, wobei sich Julian Wagner aber im Vergleich zu seinen Verfolgern leider einen Reifenschaden an seinem BRR Fabia R5 zuzog. Nachdem sich der Reifen fast vollständig verabschiedet hatte, musste SP5 auf der Felge fertiggefahren werden, wodurch sich bis zum Ziel ein Rückstand von über 32 Sekunden ergab, der auf den verbleibenden fünf Sonderprüfungen im Regen nicht mehr aufzuholen war.




Julian Wagner und Pirmin Winklhofer sicherten sich einen soliden zweiten Platz bei der Niederösterreich Rallye. Die Entscheidung über den Meistertitel, der im Lehrjahr für Julian Wagner im R5-Auto niemals angestrebt wurde, wird nun beim Finale der ORM im Waldviertel fallen.




Fotos: Josef Petru, Daniel Fessl


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